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Robert-Mayer-Schule Stuttgart
Gewerbliche Schule für Installations- und Metallbautechnik
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LESS an der RMS

LESS-Projekt 17/18:
Trinkwassereinsparung an der Robert-Mayer-Schule

Im Schuljahr 2017/18 hat sich die Robert-Mayer-Schule am LESS-Projekt des Umweltamtes der Stadt Stuttgart beteiligt. LESS steht für „LukrativesEnergiesparen inStuttgarter Schulen“. Wir wollten mit dem Projekt den Wasserverbrauch an unserer Schule genau untersuchen umMaßnahmen aufzuzeigen,  die zu einer deutlichen Reduzierung des Wasserverbrauchesbeitragen
Hierzu wurden Wasserzähler von Schülern des Ausbildungsberufes Anlagenmechaniker an verschiedenen Entnahmestellen im Schulgebäude eingebaut. Durch das tägliche Ablesen der Zähler, konnten wir einen exakten Wasserverbrauch in verschiedenen Bereichen unserer Schule dokumentieren. 
In einer weiteren Schülergruppe wurde eine Regenwassernutzungsanlage zur Gewinnung von Spülwasser für die WC-Anlage im Erdgeschoß ausgelegt und berechnetSchüler des Ausbildungsberufes Systemplaner haben begonnen, den Leitungsverlauf und die Entnahmestellen im Schulgebäude in einem Strangschema zeichnerisch zu dokumentieren. Wir konnten Leitungsabschnitte lokalisieren (z. B. ungenutzte Sanitärräume), in denen sich das Trinkwasser nicht regelmäßig austauscht. Eine Schülergruppe erarbeitete Vorschläge zur Beseitigung dieser Problematik.

In den Unterrichtsfächern Religion, Deutsch, Gemeinschafts- und Wirtschaftskunde wurde der weltweite Wasserverbrauch,das virtuelle Wasser in der Lebensmittelproduktionder „persönliche Wasserfußabdruck, der Klimawandel, demMenschenrecht auf sauberes Trinkwasser und verschiedene Umwelteinflüsse von denen eine große Gefahr für unserTrinkwasser ausgeht,behandelt und kritisch betrachtet. Auch wurde von einer Klasse ein Fragebogen ausgearbeitet, der das „Wassernutzungsverhalten“ unserer Schüler untersuchte.Mit dem LESS-Projekt wollten wir unsere Schüler für diese „Wasserproblematik“ sensibilisieren.Sie sollten Zusammenhänge erkennen, wie mandurch persönliches Verhalten und durch bestimmte Maßnahmen, hiervon jedem einzelnen, ein wichtiger Beitrag zu einemverantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Wasser, geleistet werden kann.

Exkursionen zur Landeswasserversorgung nach Langenau und zum Hochbehälter der Bodenseewasserversorgung in Stuttgart-Rohr ergänzten die vielfältigen Aktivitäten.

Die teilnehmenden Klassen organisierten dann
 am 22.03.2018, dem Weltwassertag,einen eigenen Wassertag an der Robert-Mayer-Schule und stellten mit Kurzreferaten, Plakatwänden, Filmvorführungen, einem Wasserquiz und mit einer Wasserverkostung die ermittelten Maßnahmen und ausgearbeiteten Ergebnisse dieses LESS-Projektes vor.

Folgende konkrete Möglichkeiten zur Wassereinsparung an unserer Schule wurden untersucht:

  • Mit Schülern der Klasse 3BKP wurde die Umsetzung einer Regenwassernutzungsanlage geplant und berechnet. Das Regenwasser vom Dach der RMS könnte hier als Spülwasser in einigen WC-Anlagen genutzt werden und so Trinkwasser einsparen.
  • Auch könnte das Abwasser aus den Versuchsräumen W 107 und W 106 in die Regenwasserzisterne geleitet werden.
  • Der Einbau von wasserlosen Urinalen in den Herren-WCs könnte den Wasserverbrauch stark senken.
  • Der Einbau von wassersparenden, selbstschließenden bzw. elektronisch gesteuerten Armaturen könnte ebenfalls den Wasserverbrauch an der RMS deutlich reduzieren.
  • Einbau einer Grauwasserstation für fäkalienfreies Abwasser, um damit Spülwasser für WC-Anlagen zu gewinnen.
  • Einbau von Spar-Strahlreglern (Fa. Neoperl) an den Entnahmestellen verringert deutlich den Wasserverbrauch.
  • Sensibilisierung der Kolleginnen und Kollegen bzw. der Schülerinnen und Schüler durch Aushang von Schildern,  die  einen verantwortungsbewussten Umgang mit Trinkwasser fordern und zwar nicht nur an der RMS sondern auch im privaten Umfeld.

Folgende Maßnahmen könnten zu einer Optimierung der Trinkwasserqualität an unserer Schulebeitragen:

  • Einbau von Hygienespülungen im 4. Stock der RMS
  • Abtrennung der Zuleitung von nicht genutzten Sanitärräumen und Demontage von Totleitungen im gesamten Schulgebäude
  • Einbau von elektronisch gesteuerten Armaturen in den Klassenzimmern (führen Hygienespülungen selber durch)
  • Austausch der alten verzinkten Wasserleitungen und Reduzierung der Rohrdimensionen.
  • Ausstattung der WC-Anlagen mit wasserlosen Urinalen
  • Nutzung von Regenwasser zur WC-Spülung